Boys do cry! Fürsorgliche Kinder sind starke Kinder

Graphik eines Superheldens mit Besen in der Halt. Er versucht ein Herz zu erreichen.

Sprüche wie „starke Männer weinen nicht“ oder „boys don’t cry“ sind noch immer gang und gäbe. Sie spiegeln gesellschaftliche Haltungen zu Stärke und Männlichkeit wider: Wer stark ist, hat keine Gefühle + Männer müssen immer stark sein.

Solche Haltungen führen dazu, dass Buben ihre Gefühle abwerten, unterdrücken und emotionale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen und Selbstgefühl nicht ausreichend entwickeln. Manosphere, Incels und co sind Folgen und Spitze des Eisberges.

Toxische Männlichkeit schadet Mädchen* & Buben*

Emotionale Kompetenzen sind zentrale Bausteine der Kindergesundheit. Denn jeder Mensch unabhängig von seinem Geschlecht hat Gefühle und muss lernen damit konstruktiv umzugehen.

Toxische Männlichkeitsvorstellungen sprechen damit Buben nicht nur weitestgehend das Fühlen ab, sondern ein Stück weit auch das Menschsein.

Fürsorgliche Kinder sind starke Kinder.

Dem gegenüber steht das Konzept der „caring masculinity“1, eine beziehungsorientierte Form von Männlichkeit. Stärke wird hier nicht im Sinne von Dominanz begriffen, sondern im selbstbewussten Umgang mit seinen eigenen Gefühlen und einfühlsamen Umgang mit anderen.

Zentral für die Herausbildung einer „caring masculinity“ sind Care-Kompetenzen. Das sind Fähigkeiten, die ich benötige, um mich gut um andere und um mich selbst zu kümmern.

Care-Kompetenzen von Anfang an

Sorge-Kompetenzen müssen Bestandteil unseres Bildungssystems werden. Weil individuelle Lösungen keine Antworten auf ein strukturelles Problem sind.

Dafür braucht es eine entsprechende pädagogische Haltung der Führungs- und Fachkräfte.
Haltung ist aber nicht ausreichend: Ohne strukturelle Maßnahmen und Methodik laufen wichtige Bemühungen zur Gleichstellung der Geschlechter ins Leere.

In dieser Bildungsreihe wird beides geschult: Die pädagogische Haltung von Führungs- und Fachkräften und Maßnahmen zur strukturellen Verankerung von „caring masculinity“ und Gendersensibilität in Bildungseinrichtungen.

Weil Buben das Recht haben, stark UND fürsorglich zu sein!

Wir gestalten Bildung gemeinsam um.

Die Bildungsreihe „Boys do cry! Fürsorgliche Kinder sind starke Kinder“ besteht aus 3 Teilen:

  • Führungskräftetraining
  • Fachkräfteseminar
  • Anpassung/Überarbeitung Deines pädagogischen Konzeptes (in Hinblick auf „caring masculinity“)

Damit ist Deine pädagogische Einrichtung bestens für die Förderung „fürsorglicher starker Kinder“ gerüstet. Alle Angebote sind auch separat buchbar.

Inhaltsüberblick
  • Grundlagen der gendersensiblen und intersektionalen Pädagogik
  • Bedeutung von sozialen & emotionalen Kompetenzen für die (kindliche) Entwicklung
  • Ursachen von Männergewalt und toxischer Männlichkeit
  • Was ist Care-Arbeit? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Care-Arbeit und Geschlechtergerechtigkeit? Was ist „caring masculinity“?
  • Was unterscheidet emotionale Kompetenzen von Care-Kompetenzen?
  • Strukturelle Verankerungsstrategien & Methoden für:
    • Mehr Gendersensibilität im Team
    • „Caring masculinity“ in der pädagogischen Praxis
  • Reflexionsübungen, Praxisimpulse und „Dos & Don’ts“
  • Vernetzung und Austausch mit anderen Bildungsgestalter*innen
Was bekomme ich?
  • Didaktische Methodensammlung zur Förderung von Care-Kompetenzen bei Kindern & Jugendlichen.
  • Methoden zur Förderung & Verankerung von Gendersensibilität im Team.
  • Projektideen & Methoden zur strukturellen Verankerung von „caring masculinity“.
  • Lernmaterialien
Wo, wann, wer?

Wo? Das Führungskräftetraining wird derzeit nur als Inhouse-Schulung oder als online/hybrid Format angeboten.

Wann? Du entscheidest wann (in Abstimmung mit mir).

Wer? Zielgruppe sind Führungskräfte von pädagogischen Einrichtungen & pädagogische Fachkräfte in strategischen oder fachlich besonders qualifizierten Positionen.

Dauer: 2,5 Tage (1 Tag = 7 Stunden inkl. Pausen), auch maßgeschneiderte Angebote sind möglich.

Inhaltsüberblick
  • Grundlagen der gendersensiblen und intersektionalen Pädagogik
    • Reflexion über die eigene pädagogische Praxis & Haltung
    • Reflexion über Vorurteile und Klischees in der Arbeit mit Kindern & Jugendlichen
  • Bedeutung von sozialen & emotionalen Kompetenzen für die (kindliche) Entwicklung
  • Ursachen von Männergewalt und toxischer Männlichkeit
  • Was ist Care-Arbeit? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Care-Arbeit und Geschlechtergerechtigkeit? Was ist „caring masculinity“?
  • Was unterscheidet emotionale Kompetenzen von Care-Kompetenzen?
  • Reflexionsübungen, Praxisimpulse und „Dos & Don’ts“
  • „Caring masculinity“ Best-Practice Beispiele
Was bekomme ich?
  • Didaktische Methodensammlung zur Förderung von Care-Kompetenzen bei Kindern & Jugendlichen.
  • Projektideen & Methoden zur strukturellen Verankerung von „caring masculinity“.
  • Lernmaterialien
Wo, wann, wer?

Wo? Das Fachkräfteseminar wird derzeit nur als Inhouse-Schulung oder als online/hybrid Format angeboten.

Wann? Du entscheidest wann (in Abstimmung mit mir).

Wer? Zielgruppe sind pädagogische und psychosoziale Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Dauer: 2 Tage (1 Tag = 7 Stunden inkl. Pausen), auch maßgeschneiderte Angebote sind möglich.

Du bist interessierst und möchtest mehr Infos zum Programm erhalten?

Du möchtest buchen?

  1. Elliott, Karla (2016): Caring masculinities: Theorizing an emerging concept, in: Men and Masculinities, Jg. 19, Nr. 3, S. 240–259. ↩︎